Chronik des Brackweder Gymnasiums

 

1961

Die erste Sexta – eine reine Jungenklasse – wird noch in Bielefeld im Museumsgebäude am Nebelswall unterrichtet.

1962

Sexta und Quinta erhalten Unterricht im evangelischen Gemeindehaus Brackwede. Beginn einer (noch illegalen) Koedukation. Der Kultusminister genehmigt am 28.11.1962 das Gymnasium in Entwicklung („i.E.“) für die Stadt Brackwede.

1963

Die neue Schule findet mit vier Lehrern und 143 Schülerinnen und Schülern in vier Klassen in Räumen der Marktschule Unterkunft.

1965

In den Osterferien zieht das Gymnasium in die alte Realschule in der ehemaligen Mittelstraße um. Die Schule erhält eine Sekretärin und einen Hausmeister. Der Sportunterricht bleibt ohne eigene Turnhalle erschwert; Erleichterung gibt es erst ab 1969, als die neue Turnhalle fertiggestellt ist.

1966

Zwei Klassen werden in einer privaten Handelsschule in der Nähe der alten Realschule untergebracht. Am 9. Dezember findet die feierliche Grundsteinlegung zum eigenen Gebäude statt.

1967

Nach zwei Kurzschuljahren beginnt das Schuljahr nun nicht mehr nach den Oster-, sondern nach den Sommerferien. Zum neusprachlichen Zweig kommt die erste mathematisch-naturwissenschaftliche Obertertia (9. Klasse) hinzu. Aus Raummangel müssen einige Klassen in die alte Südschule ausweichen. Erster Schüleraustausch mit den USA.

1968

Im Juli zieht die Schule in das neue Gebäude „Am Stadion Nr. 10“ ein. Mit der ersten Oberprima ist das Gymnasium vollständig; der Zusatz „i.E.“ entfällt. Der Erlass zur Schülermitverwaltung (SMV) ermöglich die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern an Lehrerkonferenzen.

1969

Am 1. Mai legen die ersten vier Schülerinnen und neun Schüler ihre Reifeprüfung ab.

Das Fach „Leibeserziehung“ kann ab Sommer 1969 gemeinsam mit der Realschule in der neuen Dreifach-Turnhalle unterrichtet werden.

Eltern schließen sich zusammen zu einer Stiftung mit dem Ziel, die Erziehung und den Unterricht am Gymnasium Brackwede zu fördern.

1970

Beginn eines zweijährigen Schulversuchs zur Leistungsdifferenzierung in der Erprobungsstufe.

1972

Fertigstellung der Schulsternwarte mit dem größten Fernrohr in Ostwestfalen.

1973

Mit der kommunalen Neuordnung vom Januar 1973 wird die Stadt Bielefeld Schulträger und genehmigt den Namen „BrackwederGymnasium“.

Im Frühjahr findet die erste Reifeprüfung im mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig statt.

1974

Die Oberstufenreform – an die Stelle der früheren Klassenverbände treten Jahrgangsstufen mit Kursen - beginnt in der „Jahrgangsstufe 11“ (ehemals Obersekunda).

Die Schule bietet als erstes Gymnasium in NRW das Fach „Rechtskunde“ an.

1975

Die früheren Klassenstufenbezeichnungen Sexta, Quinta, Quarta, Untertertia, Obertertia, Untersekunda, Obersekunda, Unterprima und Oberprima werden in „5. Bis 10. Klasse“ sowie „Jahrgangsstufe 11 bis 13“ umbenannt.

1976

Es findet die letzte Reifeprüfung im hergebrachten Klassenverband statt.

Eltern und Ehemalige gründen am 16. Februar einen Förderverein, der besondere Leistungen im Schulleben auszeichnen und die schulische Arbeit finanziell unterstützen will.

1977

Die 12. Und 13. Jahrgangsstufe beziehen neun Klassen- und einen Aufenthaltsraum im neuen Anbau.

Der Lehrermangel erreicht einen Höhepunkt. Unterrichtskürzungen können z.T. durch Mehrarbeit und Vertretungskräfte aufgefangen werden.

1978

Das neue Schulmitwirkungsgesetz überträgt die Kompetenz zur Gestaltung des Schullebens der Schulkonferenz, bestehend aus Lehrern, Eltern und Schülern im Verhältnis 2:1:1.

1979

Der „SV-Erlass“ regelt die Mitwirkung einer Schülervertretung.

1982

Mit 1052 erreicht die Schülerzahl ihren Höchststand.

Die Fünftagewoche wird eingeführt, so dass der erste Samstag im Monat unterrichtsfrei bleibt.

1983

In einer ersten Projektwoche vom 24. bis 29. Oktober bearbeiten rund 40 klassenunabhängige Gruppen frei gewählte Themen.

1986

Beschluss zur Einführung eines Tutoriums Deutsch, welches in der Folge zu intensivem Fachaustausch und parallelen Unterrichtsplanungen führt.

1987/88

Einführung von Betriebspraktika für die 10. Klassen.

1988

Das Kultusministerium entwickelt den Entwurf eines Rahmenkonzeptes zur Gestaltung des Schullebens und zur Öffnung von Schule.

 

Die in der Abi-Zeitung 1988 geäußerte Kritik von Schülern führt zum Beschluss der Lehrerkonferenz, einen „pädagogischen Studientag“ abzuhalten, auf dem das „Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern neu überdacht werden sollte.“ (6.9.88)

1989

Aktuell diskutierte Probleme sind die Förderung von Spätaussiedlern und die AIDS-Aufklärung.

Im Schuljahr 1989/90 wird probeweise eingeführt, dass der Unterricht am ersten Tag der mündlichen Abiturprüfungen entfällt.

Januar 1990

Die SV führt eine Aktionswoche „Umwelt und Gesundheit“ durch.

1990

Ein Antrag auf Einführung eines zweiten (!) freien Samstags wird von der Lehrerkonferenz wegen der dann nötigen „pädagogisch nicht sinnvollen“ Ausweitung des Vormittagsunterrichts auf 7 Stunden abgelehnt.

Im März werden Kontaktaufnahme und mögliche Partnerschaft mit einer Schule in der DDR diskutiert. In der Folge kommt es zu Besuchen ostdeutscher Kollegen am BWG und umgekehrt.

Die Schulkonferenz beschließt auf Antrag der Lehrerkonferenz erstmalig, einen Kopierbeitrag von 5 DM pro Schüler und Schuljahr zu erheben.

1991/92

Einführung eines zweiten unterrichtsfreien Samstages im Monat.

1992

Einführung von GRIN (Informations- und kommunikationstechnologische Grundbildung) im Rahmen von Projekten der Fächer Deutsch (Projekt „Zeitung“) und Politik (Projekt „Warenhaus“).

1992

Ein Antrag der SV, das Angebot der differenzierten Mittelstufe durch Spanisch zu erweitern, wird von der Bezirksregierung abgelehnt.

Ein Initiativausschuss aus Lehrern, Schülern und Eltern beginnt mit den Beratungen zu einer „Schulverfassung“. Damit wird der Grundstein für ein Schulprogramm gelegt.

Herr Dr. Walaschewski wird neuer Schulleiter.

1997

Mit der Neuregelung der Rechtschreibung eingeführte Schreibweisen werden generell nicht mehr als Fehler angestrichen und gewertet. Die Neuregelung tritt – verbindlich auch für alle Lehrkräfte – ab dem 1.8.1997 in Kraft.

Einführung des Fachs „Praktische Philosophie“ in den Klassen 9 und 10, vorerst im Rahmen des Schulversuchs. Die Lehrerfortbildung im Bezirk Detmold für das neue Fach findet unter Moderation von Herrn Dr. Siekmann und Herrn Dr. Theißen am Brackweder Gymnasium statt.

1998

Die Schule nimmt aufgrund einer Stichprobenentscheidung des Ministeriums an einer landesweiten Untersuchung der Lehrerarbeitszeit teil. Da die beauftragte Unternehmensberatung Mummert & Partner nur quantitative Werte erfasst, wird die Untersuchung nicht nur von den Lehrerverbänden kritisch gesehen. Erste Ergebnisse Ende 1998 zeigen, dass im Schulbereich ca. 1900 Arbeitsstunden pro Jahr abgeleistet werden, im übrigen öffentlichen Dienst aber nur 1680.

Aufgrund von Störungen im Unterricht durch die Nutzung von Handygeräten und eventuellen Missbrauchs bei Prüfungen spricht sich die Konferenz mit 12

Gegenstimmen und 4 Enthaltungen für ein Verbot aus. (16.12.1998)

Schüler der Mittel- und Oberstufe beschweren sich, dass insbesondere Schüler der Unterstufe „laut gröhlend“ über den Flur gehen. Fazit in der Konferenz: „Kleinere Schüler (...) sind oft viel lauter als früher.“ (10.03.1999)

2000/01

In der Oberstufe wird das obligatorische Schreiben einer Facharbeit eingeführt.

2000

Die Unternehmensberatung Mummert & Partner unterbreitet Vorschläge, um die Lehrerarbeitszeit zu verringern, u.a. durch

  • Kürzung mehrtägiger Klassenfahrten

  • Kürzung der Zeit für Lehrerfortbildungen

  • Verringerung der Verwaltungsaufgaben von Lehrkräften

  • Beschränkung der Konferenzzeiten auf insgesamt 50 Stunden pro Jahr

  • Zusammenlegung von Klassen einer Jahrgangsstufe mit Lernstoffvermittlung durch Vorlesungen

  • Projektarbeit („Selbsthilfegruppen“) ohne Lehreraufsicht

  • verstärkten Einsatz von Medien

  • (...)

Einführung von Parallelarbeiten in den Klassen 7 und 10.

Die Schulkonferenz beschließt die Einrichtung einer Sportklasse, die im Schuljahr 2001/02 anläuft. Das Gymnasium wird Teil des „Verbundsystems Schule und Leistungssport“ und erhält durch das Ministerium die Qualifikation „Sportbetonte Schule“.

Nach mehrjähriger Arbeit des Eltern-Schüler-Lehrer („Initiativ“-) Ausschusses wird das erste Schulprogramm verabschiedet.

2001/02

Einführung des Streitschlichter-Modells.

2002

Auf einem Pädagogischen Tag werden Vorschläge für Bemerkungen zum Arbeits- und Sozialverhalten erarbeitet, die probeweise in den Klassen 5, 6 und 9 erstmals auf den Zeugnissen am Ende des Schuljahres 2002/03 verwendet werden.

2004 / 2005

Das Schulgebäude wird – im Wesentlichen jeweils in den beiden Sommerferienzeiträumen – renoviert.

2005

Nach Herrn Dr. Walaschewski wird Herr Dr. Theißen neuer Schulleiter.

2006

Das Trainingsraum-Konzept wird eingeführt.

Das Fach Praktische Philosophie wird ab der 5.Klasse eingeführt. Damit ist für Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, in allen Klassenstufen ein Pflicht-Alternativfach vorhanden.

In der Oberstufe wird das Fach Sozialwissenschaften künftig mit dem Schwerpunkt „Wirtschaft“ unterrichtet.

Im Zuge der Vorbereitung von G8 wird eine neue Stundentafel für die Sekundarstufe 1 eingeführt, die für die Klassen 5 bis 9 (mit Förder- und Forderstunden) insgesamt 163 Stunden ausweist.

Die Sporthalle wird renoviert.

2007

Im Februar verstirbt der Gründungsdirektor der Schule, Herr Dr. Auf dem Hövel.

Herr Dr. Theißen erkrankt und verstirbt im Juni 2007.

2008

Das BWG erhält eine Küche, mit Hilfe deren die Mittagsbeköstigung professioneller vorgenommen werden kann. Die Cafeteria wird in der Mittagspause als Mensa genutzt.

Das Lern- und Informationszentrum wird eröffnet. Neue Schülerausweise mit Strichcode der Stadtbibliothek Bielefeld ermöglichen eine Buchausleihe in der Zentrale und allen Stadtteilbibliotheken.

Die langjährige Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek und der Fa. Goldbeck wird durch Kooperationsverträge festgeschrieben.

Herr Dr. Siekmann wird zum Schulleiter ernannt.

2010

Ein neues Schullogo wird eingeführt.

2011

Nach einem einjährigen Diskussionsprozess unter Beteiligung aller an der Schule vertretenen Gruppen wird ein neues Leitbild beschlossen.

2012

Verabschiedung eines Schulvertrages, in dem die Rechte und Pflichten von Schülern, Eltern und Lehrkräften festgehalten sind. Seine Unterzeichnung ist fortan Bedingung für eine Aufnahme in die Schule.

Die Schule unternimmt in den Jahrgangsstufen 8 und Q1 eine erste Evaluation zur kritischen Reflexion des Unterrichtsgeschehens. Die Beteiligung am Projekt „Lernpotenziale“ des Schulministeriums wird beschlossen mit dem Ziel, individualisiertes und eigenständiges Lernen stärker zu verankern.

2013/14

In den 7. Klassen wird probeweise das Fach „Informatische Bildung“ eingeführt.

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