Symphonie fantastique von Hector Berlioz

Das BWG hatte sozusagen einen Exklusiv-Termin in der Rudolf-Oetker-Halle, weil mit den Klassen 9a und 9b und dem EF-Musikkurs plus IK-Schülern über 80 Zuhörer auf der Bühne direkt neben den Orchestermusikern Platz nehmen durften. Bei bisherigen Besuchen waren wir nur ein Anteil an Zuhörern von Bielefelder Schulen im Rahmen von Schulpartnerschaften mit dem Theater Bielefeld. Auch besonders hervorzuheben ist, dass der Dirigent Alexander Kalajdzic kein einziges Mal die Aufmerksamkeit der `Jugend` einfordern musste, sie war eine Stunde lang ununterbrochen da! Gut gemacht!

Es wurden verschiedene Melodien aus der Sinfonie von einzelnen Instrumenten vorgespielt, es wurde erläutert, was diese Melodien, je nachdem, in welchem programmatischen Zusammenhang (ähnlich wie bei Filmmusiken) sie erklingen, bedeuten oder symbolisieren, sodann hörten wir den vollständigen Zusammenklang gemäß Orchesterpartitur. Vielerlei Besonderheiten der Instrumentation, die 1830 ganz neu waren, wurden vorgeführt, wie z.B. bei der `Naturszene`: hier spielte der Oboist `von ferne`, hier hinter der Wandtür, durch die die Orchestermusiker zur Bühne gelangen, derweil das Englischhorn und alle anderen auf der Bühne spielten. Erst nach diesen mehr oder weniger chilligen Ausschnitten aus der Fantastischen Sinfonie kam die Blechblasfraktion auf die Bühne und entfalteten zusammen mit dem stark besetzten Schlagwerk (u.a. 6 Pauken von 4 Paukisten gespielt, von Britta, der Konzertpädagogin irrtümlich Pauker genannt) eine ziemliche Klanglawine, z.B. bei dem "Gang zum Richtplatz". Der Konzertmeister Simon aus Australien hatte dann die Aufgabe zu erläutern und vorzuführen, wie das mit `col legno`- Bogentechnik beim Totentanz geht: man nimmt nicht die Pferdehaarseite des Geigenbogens, sondern die Holzseite, das klingt ziemlich gespenstisch. Simon versicherte sich bei seinen Orchesterkolleg/inn/en, dass er in der Fremdsprache Deutsch alles richtig gemacht hat. Einzelne superschwere Solopassagen erfuhren die beeindruckte Geste des Dirigenten und Chefs der Philharmoniker. A. Kalajdzic betonte kurz vor Schluss, wie wichtig im Orchester das Zusammengehörigkeitsgefühl ist. Man fiebert mit und unterstützt die Kolleg/inn/en!

Danke, liebe Bielefelder Philharmoniker, wir freuen uns aufs nächste Mal, wenn ihr wieder `für uns` spielt! - Monatsprogramm hängt am Theaterbrett !

Stefan Kallmer

Schüler vor der Oetkerhalle

 

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