Dieses Jahr hat der Leistungskurs Biologie sowohl die biologische als auch die chemische Gewässeruntersuchung bei schönstem Frühsommerwetter an der Biologischen Station Gütersloh / Bielefeld durchführen können. Seit mehreren Jahren fahren die Leistungs- und Grundkurse des Brackweder Gymnasiums regelmäßig dorthin, um die optimalen Bedingungen für praxisorientierten Biologieunterricht dort zu nutzen.

In dem vorhandenen kleinen Teich leben viele Organismen (z.B. Gelbrandkäfer- und Libellenlarven), die mit Hilfe von Bestimmungsbüchern und -tabellen genauer bestimmt werden. Zusammen mit der bei einem zweiten Besuch durchgeführten chemischen Gewässeruntersuchung, bei der unter anderem der Phosphat-, Nitrat-, Nitrit- und Sauerstoffgehalt durch die Schülerinnen und Schüler bestimmt werden, kann dann die Gewässergüte des untersuchten Gewässers ermittelt werden. Wenn man dies dann auch noch bei Sonnenschein, einem lauen Lüftchen und im Halbschatten machen kann, ist dies durchaus als eine gelungene Exkursion zu bezeichnen. Aber auch wenn das Wetter nicht ganz so einladend ist, bieten die Räumlichkeiten vor Ort genügend Platz, um die Untersuchungen im Trockenen durchzuführen.

Hier noch ein paar Eindrücke von den diesjährigen Exkursionen des Leistungskurses Biologie:

Cornelia Deegen

Auch in diesem Durchgang haben wir wieder ein paar Schüler, die die Chance nutzen, Naturwissenschaften einmal etwas anders zu erleben. Hier beschreibt Lukas Schwengelbeck aus der Klasse 5a seine ersten Eindrücke bei den Kolumbus-Kids an der Universität Bielefeld:

Seit Donnerstag (den 1.3.2012) gehen Nils Twelker und ich zusammen zu den Kolumbus Kids. Wir treffen uns einmal in der Woche  in der Uni und beschäftigen uns mit verschiedenen Themen aus den Bereichen Biologie, Chemie und ein bisschen Physik.

Am Anfang eines Treffens besprechen wir ein neues Thema und dann machen wir zu den einzelnen Themen in Gruppenarbeit Versuche. Danach besprechen wir zusammen unsere Lösungen. Zum Beispiel haben wir schon einmal Geheimschrift mit Zitronensäure und Tinte aus Tee hergestellt. Dazu haben wir besprochen, wie ein Tintenkiller funktioniert und ein Modell von den Tintenmolekülen vor und nach dem Gebrauch des Tintenkillers gebaut. Am besten hat mir bisher die Geheimschrift mit der Zitronensäure gefallen, aber eigentlich ist es jedes Mal ganz spannend.

Und hier die Eindrücke von Nils Twelker:

Kolumbuskids ist ein Angebot von der Universität Bielefeld für Kinder, die eine Begabung in Biologie haben oder sich für Naturwissenschaften interessieren. An drei Tagen in der Woche haben jeweils ca. 17 Kinder in 1 ½ Stunden die Möglichkeit die Biologie näher zu entdecken, als sie es in der Schule könnten. Es werden spannende und abwechslungsreiche Themen vorgestellt, zum Beispiel, wie man Geheimtinte herstellt oder wie ein Füller funktioniert. Damit der Unterricht anschaulicher wird, zeigen der Seminarleiter Claas Wegner oder seine Assistenten verschiedene Tiere, die die Kinder sogar auf der Hand halten und anfassen dürfen. Der Kursus ist sehr interessant und informativ und es macht viel Spaß, die verschiedenen Themen selber erforschen zu können. Um an dem Kurs teilnehmen zu können, braucht man eine Empfehlung von der Schule und muss einen Aufnahmetest in der Uni absolvieren.

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Offensichtlich macht es Lukas und Nils viel Spaß, unter professionellen Bedingungen naturwissenschaftliche Phänomene unter die Lupe zu nehmen.

Genauere Informationen zu den Kolumbus-Kids und dem Kooperationsprojekt mit der Universität Bielefeld zur Förderung von naturwissenschaftlich begabten Schülerinnen und Schülern können Sie hier finden www.kolumbus-kids.de.

Cornelia Deegen

Die Biofachschaft und die Biologische Station Gütersloh / Bielefeld

Bei strahlendem Sonnenschein haben die Biologielehrerinnen und -lehrer des Brackweder Gymnasiums die Biologische Station Gütersloh / Bielefeld wieder aktiv am Lammtag, den 8. Mai 2011, unterstützt, indem sie eine der vielen dort angebotenen Aktionen betreut haben. Als Teil der Kooperation zwischen der Biologischen Station und dem Brackweder Gymnasiums haben die Lehrerinnen und Lehrer das Tümpeln am dort vorhandenen Teich betreut. Dabei hatten die Besucher die Gelegenheit selber Wasserorganismen aus dem Teich zu fischen und anschließend mit Hilfe von Lupe und Binokular zu bestimmen. So waren unter anderem Gelbrandkäfer-, Eintagsfliegen- und Libellenlarven ebenso zu sehen wie Teichfrösche, Wasserschnecken und Molche. Das Interesse und der Andrang der Besucher waren sehr groß und dabei gab es immer erstaunte Gesichter bei Groß und Klein, im Hinblick auf die Vielzahl und Gestalt der dort vorkommenden Lebewesen. Die Besucher waren mit Begeisterung bei der Sache. Das praktische Erkunden hat bei Vielen ein neues Interesse an der Natur geweckt.

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Auch die Biologielehrerinnen und -lehrer hatten große Freude daran, diese hautnahe Begegnung mit der Natur zu vermitteln. Dabei bestätigte sich, dass der direkte Kontakt mit der Natur der schönste und einprägsamste Weg ist, die Vielfalt des Lebens kennen zu lernen und auch für umweltbewusstes Handeln zu sensibilisieren.

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Demonstration von Wasserinsekten

Dr. Eginhard Husemann

Das Projekt „Kolumbus Kids“ der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die im naturwissenschaftlichen Bereich besonders begabt und interessiert sind. Es werden dort Unterrichtskonzepte entwickelt und evaluiert, die sich an den Förderbedarf von begabten Kindern richten. Diese Unterrichtskonzepte und Unterrichtsinhalte sind unabhängig von unseren schulischen Lehrplänen und werden außerhalb der Schule, nämlich an der Universität, Fakultät für Biologie, vermittelt.

Bevor man jedoch Teilnehmer/in des „Kolumbus Kids“ Projektes wird, muss man sich einem sehr umfassenden Aufnahmetest unterziehen.

Diesen Aufnahmetest haben zwei Schülerinnen aus der Klasse 5c erfolgreich bestanden!

Michelle Filliere und Jana Kronsbein dürfen seit Februar dieses Jahres immer dienstags in der Zeit von 16.30 – 18.00 Uhr in der Uni Bielefeld forschen und lernen. Zunächst ging es um Verhaltensbeobachtungen und vergleichende Anatomie bezüglich der Anpassungen und der Lebensweise von Gespenstschrecken und Gottesanbeterinnen. Anschließend konnte das Erlernte an einer anderen Tiergruppe, den Reptilien, angewandt werden. Inzwischen arbeiten unsere Nachwuchsforscher bereits in deutlich kleineren Lebensbereichen. So werden derzeit Bakterienkulturen gezüchtet und untersucht!

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Ich wünsche Michelle und Jana noch viel Spaß und freue mich, dass sie es geschafft haben, sich für dieses Projekt zu qualifizieren!

Mehr Informationen finden Sie auf dieser Website:
www.kolumbus-kids.de.

Der Biologie Grundkurs der Jahrgangsstufe 12 hat Anfang Oktober 2009 das Biolabor in Beverungen besucht und dort unter professionellen Bedingungen mikrobiologische Arbeitsmethoden kennen gelernt und natürlich selbst durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler haben Lebensmittel auf ihre Inhaltstoffe hin untersucht. Lesen und überzeugen Sie sich selbst, wie dieser etwas andere Unterrichtstag bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern angekommen ist.

Cornelia Deegen

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Da wir in unserem Biologie Grundkurs der Jahrgangsstufe 12 die Themen Polymerasen-Kettenreaktion (PCR) und Gelelektrophorese behandelt hatten, fuhren wir zur Veranschaulichung am 08. Oktober 2009 ins B!Lab nach Beverungen, um diese Prozesse einmal selbst mit den entsprechenden Geräten durchführen zu können.

Nachdem wir eine kurze Einführung in den bevorstehenden Arbeitsprozess bekommen hatten, begannen wir mit der PCR. Unser Ziel war es, in kleinen Gruppen herauszufinden inwiefern die Inhaltsangaben auf den Lebensmittelverpackungen mit den tatsächlichen Nahrungsmittelbestandteilen übereinstimmten. So wollten wir beispielsweise herausfinden, ob die nach den Angaben des Herstellers ausschließlich aus Hühnerfleisch bestehenden Chicken Nuggets, nicht vielleicht doch teilweise aus dem um ein vielfaches günstigeren Putenfleisch bestanden.

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Nachdem wir alle Vorbereitungen getroffen hatten, konnten wir die Reaktionsgefäße in den Thermocycler stellen, in dem die eigentliche PCR stattfindet. Diese Maschine erhitzt und kühlt die in ihr befindlichen Reaktionsgefäße präzise auf die Temperatur, die für den jeweiligen Schritt benötigt wird. Da die Präparate über einen längeren Zeitraum in dem Thermocycler verweilen mussten, nutzten wir die Zeit für eine kleine Verschnaufpause.

Nachdem die Präparate die Prozedur im Thermocycler durchlaufen hatten, führten wir die Gelektrophorese durch, um endgültig feststellen zu können, ob die Angaben auf den Lebensmittelverpackungen richtig deklariert wurden. Letztendlich verglichen wir gemeinsam die Ergebnisse der einzelnen Gruppen und brachten den Tag so zu einem erfolgreichen Abschluss.

Rückblickend kann man sagen, dass der Besuch im Biolabor Beverungen eine gelungene Abwechslung zum Schulalltag darstellte, die nebenbei auch noch lehrreich und sehr interessant war.

Tiweka Nalliah und Mona Fecht

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