Die Segel- und Surflehrer grinsen in sich hinein. Der Grund: Herr Meyer steht mit triefnassen Klamotten vor ihnen. Doch kaum jemand weiß, wie es dazu kommen konnte. Alles begann am 03.06.2018 an der Bushaltestelle des Brackweder Gymnasiums…
Die beiden Klassen 8a und 8b stehen hochmotiviert, wenn auch noch ein wenig verschlafen, erwartungsvoll auf ihren Bus wartend, auf dem Parkplatz am Haupteingang. In wenigen Minuten geht die Klassenfahrt nach Heiligenhafen los! Endlich ist der Bus da! Alle sind drauf und dran ihre Koffer, die schier zu platzen schienen, im Bus  unterzubringen und sich die besten Plätze zu sichern. Zur Busfahrt kann man eher wenig sagen - doch eines schon: Es begann eine musikalische Umgewöhnung sowohl bei den Lehrern als auch bei uns Schülern.
Als wir an unserer Unterkunft, ein Zeltlager aus zehn Zelten, angekommen waren, erschloss sich das gleiche Bild, wie vor der Busfahrt: Jeder wollte seinen Koffer so schnell wie möglich haben, um sich mit seiner Gruppe das beste Zelt zu sichern.
Abends stand dann das erste Abendessen an. Es gab Pizza. Allerdings waren man manche Teile der Pizza ungenießbar und man konnte sie nicht von Tierfutter unterscheiden. Dies konnte die Stimmung jedoch nicht trüben, da alle in Erwartungen auf den nächsten Tag gerichtet waren, an dem es endlich zur Segel- und Surfschule ging, wobei  die meisten, unteranderem die Lehrer, mit wenig Schlaf auskommen mussten.
Am nächsten Morgen wurden wir mit „Wenn ich zum Markt geh“ und „Highway to Hell“  geweckt. Dann frühstückten wir alle gemeinsam. Circa um 8:30 Uhr gingen wir langsam in Richtung Binnensee zur Segel- und Surfschule „Malicke by Jesse“. Dort angekommen, wurden die Segel- und Surfgruppen bzw. –Zeiten bekannt gegeben, sodass manche Gruppen erst später kommen mussten, während die anderen bereits Schwerstarbeit auf dem Wasser leisteten. Das Wetter war perfekt. Das Wasser war nicht zu kalt, sodass es nichts ausmachte, wenn ein Surfer oder ein Segler ins Wasser fiel. Außerdem war das Wasser sehr niedrig, sodass man problemlos wieder auf sein Surfbrett aufsteigen konnte- immer mit dem Ziel vor Augen, am Ende der Woche seinen Surf- bzw. Segelschein zu erhalten. Zuerst gab es ein wenig Theorie. Dann durften die Segler und Surfer auf ihre Boote bzw. ihre Bretter und bauten sie auf. Bei den Seglern segelte man zu zweit. Am Anfang fuhr ein Segellehrer mit und wenn er meinte, dass das Team die Aufgaben beherrschte, segelte man ohne Lehrer. Die Surflehrer erklärten den Schülern erst an Land, wie etwas funktionierte und dann durften auch sie aufs Wasser. Wir segelten  und surften den ganzen Vormittag und Mittag. Die Surfgruppen wechselten sich untereinander ab, während die Segler, da es nur eine Gruppe gab, die ganze Zeit segelten. Als die Segler wieder ans Land mussten, um die Boote abzubauen, passierte es:  Ein Segellehrer reichte Herrn Meyer die Hand, um ihm vom Boot zu helfen. Doch der konnte Herrn Meyer nicht halten, kippte nach vorne und Herr Meyer fiel ins Wasser. Alle verkniffen sich das Lachen, als Herr Meyer aus dem Wasser kletterte.
Nach dem Segeln und Surfen konnten die Schüler in Dreiergruppen in die Stadt gehen. Zwischen halb drei und vier Uhr kam mindestens ein Lehrer, der das Haus, in dem die Bäder und die Küche waren, aufschloss. Wenn wir am Haus waren konnten wir etwas spielen oder in der Ostsee schwimmen gehen. Gegen drei Uhr bekamen wir unsere Handys, die vormittags und nachts eingesammelt wurden, um ein wenig mit Freunden und Familie zu schreiben und um Fotos zu machen.
Abends waren Gruppen fürs Kochen eingeteilt. Am Montag gab es Reis mit geschnetzeltem Hähnchenfleisch, dazu Champignon- oder helle Soße und Salat und Gemüse. An den anderen Tagen gab es Nudeln Bolognese, angebratene Nudeln und Rührei, dann wurde noch gegrillt und am letzten Tag gab es nochmal Pizza, die dieses Mal sogar essbar war. Nach dem Essen wurden ein Abwaschtrupp und ein Putztrupp für die Bäder bestimmt. Der Abwaschtrupp wurde von Kinderliedern begleitet, sodass man spätestens am Mittwoch alle Kinderlieder aus der Kindheit auswendig mitsingen konnte. Mit der Zeit wurden die Schüler und Lehrer zu richtigen „Segel- und Surfprofis“. Trotzdem liefen die Segler immer wieder auf dem Grund auf, wenn sie zu nah ans Ufer fuhren und mussten von den Segellehrern gerettet werden. Ein Schüler der Segeltruppe wollte nicht, dass Herr Meyer der Einzige bleibt, der ins Wasser gefallen ist und kippte am Dienstag sein Boot so stark, dass er auch ins Wasser fiel. Am Freitag machten alle die wollten ihren Segel- oder Surfschein. Es bestanden alle! Nach der Prüfung segelten bzw. surften wir ein letztes Mal. Danach gingen wir, wie jeden Nachmitttag in  die Stadt oder zu unserem Zeltplatz. Gegen Abend fingen wir an unsere Koffer zusammenzupacken. Danach machten wir Gruppenfotos und spielten noch etwas. Als wir dann alle in die Zelte mussten, redeten wir noch darüber, was wir tolles erlebt hatten und wie die Heimfahrt am nächsten Tag wohl würde.
Dann war Samstag: Abreisetag. Die Stimmung war leicht getrübt, obwohl wir unsere Familien und Freunde endlich wiedersehen würden, denn alle wussten, dass die schönste Klassenfahrt aller Zeiten jetzt langsam zu Ende ging. Nach dem Frühstück wurden alle Koffer vor das Haus gestellt und es wurde kontrolliert, ob nichts vergessen wurde. Dann kam der Bus und mit ihm dasselbe Spektakel, wie auf der Hinfahrt. Jeder wollte seinen Koffer als erstes loswerden, um die besten Plätze zu sichern. Bevor wir einsteigen durften, machten wir noch ein Gruppenfoto. Dann ging es los. Auf der Heimfahrt wurden Handynummern ausgetauscht und wir redeten darüber, was wir Zuhause machen werden. Nach ca. 6 Stunden Fahrt kamen wir an unserer Schule an, wo unsere Familien auf uns warteten. Als alle ihre Koffer aus dem Bus geholt hatten und langsam nach Hause fuhren, war die schönste und beste Klassenfahrt endgültig vorbei.
Wir freuen uns, dass solche Klassenfahrten dank der finanziellen Unterstützung seitens des VFFE´s möglich sind und sagen an dieser Stelle: DANKE!

Für die Klassen 8a und 8b: Lea S. Ch., Leonie H., Lennard A.

 

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